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Vorbemerkung
Geschäftsprozesse erfordern mehr denn je die kurze, knappe, aber vor allem sichere Kommunikation zwischen allen Mitarbeiter eines Unternehmens, vor allem zwischen denjenigen, die in Teams jeder Art zusammenarbeiten. Dabei ist es wichtig, dass die Kommunikation in vertikaler wie in horizontaler Richtung keinen Unterschied in Offenheit, Prägnanz und Ehrlichkeit aufweist. Außerdem ist wichtig, dass die Kommunikationsqualität zu-, die Kommunikationsquantität dagegen abnimmt.
Diese Bedingungen gelten für das Unternehmen im Ganzen, ganz besonders aber für Teams, die in Projekten eingebunden sind. Hier ist nicht der Teamleiter, sondern der Moderator Garant für das zeitgerechte und qualitativ gesicherte Gelingen des Projektes. Da in Hochleistungs-Teams die Rolle des Moderators rotieren, auf jeden Fall aber beweglich gesehen werden sollte, ist das Moderatoren-Training als Anschub für die innere Prozess-Dynamik zu verstehen.
Für das Präsentieren von Ergebnissen oder anderen wichtigen Gegebenheiten aus der Teamarbeit heraus gelten andere Gesetzmäßigkeiten. So ist es zB. unabdingbar, dass der Präsentator voll im Stoff steht, vom Team getragen wird, vor allem aber muss er in der Moderatorenrolle Qualitäten bewiesen haben.In seiner Präsentatorenrolle ist er quasi Moderator seines Publikums sozusagen eine Ebene höher.
Die Rollen des Moderators
Der Moderator ist Beobachter, Denker, Lenker und Coach. Um diese »Postenfülle« zum Nutzen des Teams und des Projektes ausfüllen zu können, bedarf es für die jeweilige Teilrolle der Kenntnisse von wesentlichen Arbeitstechniken und einer nach vorn weisenden Einstellung.
• Als Beobachter benötigt er einen sicheren Blick für die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Team-Mitglieder für Stärken und auch Schwächen , um jeweils das abfordern zu können, was funktioniert und um nicht gegen Widerstände ankämpfen zu müssen. Ferner muss er im Kommunikationsverlauf die Punkte erkennen können, wo es angezeigt ist, Richtungsänderungen vorzunehmen. Hierzu gibt es fertige Arbeitsmodelle.
• Als Denker muss er die beobachteten Daten laufend mit dem Gesamtziel abgleichen und daraus Schlüsse ziehen können. Er darf Daten nicht übersehen, bloß weil sie »ihm nicht in den Kram passen«, und er muss Modelle kennen, die ihm ermöglichen, den Projektprozess zügig in Gang zu halten, um zur gegebenen Zeit das Team in die Abschlussphase führen zu können.
• Als Lenker behält er unter Wahrung der Integrität jedes Team-Mitglieds das Heft in der Hand. Dazu gehört, dass er in Konferenzen, Gesprächen und in schriftlichen Äußerungen Kommunikationsmodelle anwendet, die Qualität und Ergebnis sichern, dies auch gegebenenfalls gegen Widerstand, der sich häufig zügigem Führen entgegenstellt. Bei jedem Handlungsschritt bedenkt der Moderator als Lenker sowohl das kurzfriste, als auch das langfristige Ergebnis und beachtet vor allem, dass bei aller kurzfristigen Notwendigkeit sich nicht negative Spätfolgen hinter dem »schönen Patentrezept« verbergen.
• Als Coach wird er stets darauf achten, dass Demotivation abgebaut wird. Dies ist der Garant dafür, dass sich Eigenmotivation entwickelt. Eine direkte Folge davon ist die wie selbstverständlich entstehende hohe Disziplin den beteiligten Menschen und dem Prozess gegenüber.
© Klaus C. Marwitz
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