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Geahnt hatte man es schon lange und 2008 wurde es auf den Punkt gebracht: Seminare bringen nichts (siehe das Buch »Die Weiterbildungslüge« von Richard Gris). Aber stimmt das überhaupt? Ja, leider... Aber aus anderen Gründen als bisher geglaubt.

Das meistdiskutierte Problem in der beruflichen Weiterbildung ist die mangelnde Umsetzung von Inhalten. Klammheimlich geht man davon aus, dass jeder Teilnehmer eines Seminars ganz selbstverständlich alles Gelernte 1 zu 1 in seinen beruflichen Alltag übertragen kann. Dem ist aber nicht so. Es gibt gute und weniger gute »Umsetzer«.

An dieser Veränderungskompetenz setzt der Arbeits- und Organisations-Psychologe Prof. Dr. Axel Koch an, Autor des oben erwähnten Buches (Gris ist sein Pseudonym). Sein völlig neuer Lösungsansatz ist die wissenschaftlich entwickelte Transferstärke-Methode. Danach ist es sehr sinnvoll, dass die Mitarbeiter vor Besuch einer Fortbildungsmaßnahme ihr persönliches Umsetzungs-Profil per Transferstärke-Test kennenlernen. Sie bekommen auf diese Weise bereits Hinweise auf zu änderndes Lernverhalten während des Seminars. Übrigens: Beispiele aus jüngster Zeit zeigten, dass unter 20 zukünftigen Teilnehmern nur einer in der Lage sein wird, den Stoff des Seminars in den Alltag sinnvoll und komplett zu übertragen. bei den übrigen 19 dürfte der Erfolg eher im Sand verlaufen – außer Spesen nix gewesen.

Aber: Auch der Aufbau und die Logistik eines Seminars können dazu beitragen, dass die Teilnehmer bereits während des Seminars an der Verbesserung ihrer Transferstärke arbeiten – unauffällig aber wirksam. Dafür müssen aber die Weiterbildungsverantwortlichen die Problematik erkennen und den Weg gemeinsam mit Fachleuten neu bestimmen.

Wir halten uns für Beratungen bereit...

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